Manacor

Manacor genießt den Status einer Stadt und ist zeitgleich die drittgrößte Gemeinde der Baleareninsel Mallorca. Manacor liegt im Osten von Mallorca und gilt als landwirtschaftlicher Mittelpunkt dieses Teils der Insel. Interessant ist, dass das Stadtwappen aus einer Hand besteht, die ein Herz umfasst und die Bedeutung findet sich auch im Namen der Stadt: Man-a-Cor heißt „Hand am Herz“. Die Einheimischen werden Manacorina bzw. Manacori genannt. Diese bedienen sich den Amtssprachen Katalanisch und Kastilisch. Mit einer Fläche von ca. 260 km² und etwa 41.000 Einwohnern grenzt Manacor im Süden an die Gemeinde Felanitx, im Westen an die Gemeinde Vilafranca de Bonany, im Nordwesten an die Gemeinde Petra und im Nordosten an die Gemeinde Sant Llorenç des Cardassar. Der Gemeinde Manacor gehören 11 Orte an. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Manacor beträgt 18 Grad und das Klima dort ist gemäßigt, während die genauen Temperaturen von der Jahreszeit abhängen. Der Küstenstreifen gilt als semiarid, während das Landesinnere und die bergigen Gebiete trocken sind. Die Vegetation des Bezirks besteht aus den für Mallorca typischen Pflanzen wobei ca. 20 Prozent durch Wald bedeckt sind. In den Bergen Manacors wachsen überwiegend Kiefernwälder, während an der Küste vor allem Zwergpalmen, Erika und Rosmarin aber auch Strandfenchel wächst. Zudem ist das Gebiet von vielen Wildbächen geprägt. Diese entstehen oft an den Hügeln des Landesinneren und fließen, nachdem sie das Land durchquert haben, ins Meer.  

Geschichte von Manacor 

Manacor ist eine Gegend mit einer Geschichte, die weit zurück reicht: Die Beweise der ersten Besiedelung durch Menschen reichen bis in die Jahre 2000 bis 1400 v. Chr., also bis in die prätalaiotische Zeit, zurück. Aus dieser Zeit stammen auch die künstlich angelegten Grabhöhlen Mallorcas, die in dieser Epoche hauptsächlich als Unterschlupf bzw. als Heimat dienten. Durch die Ankunft unbekannter Stämme aus dem östlichen Teil des Mittelmeeres und durch die Entwicklung der eigenen Gesellschaft fand ca. 1400 v. Chr. eine Änderung der Strukturen Mallorcas statt: Es bildetet sich eine Kultur heraus, welche durch Megalithbauten geprägt wurde. Als einzige Zeitzeugen dieser Epoche dienen heutzutage, neben ein paar Keramikscherben, einige Ortsnamen, die deutlich auf einen arabischen Ursprung hinweisen. Archäologische Funde, die rings herum um die noch heute bestehende Pfarrkirche entdeckt wurden, weisen darauf hin, dass die Stadt Manacor bzw. deren Vorgänger bereits vor der Herrschaft der islamischen Völker bestand. Bereits 1300 erhielt Manacor die Stadtrechte durch Jaume II. Zudem reichen die Aufzeichnungen über eine Pfarrkirche bis ins Jahr 1236 zurück und von den ersten Bauten in der Stadt sind bis heute noch immer einige Bestandteile erhalten geblieben. Dazu zählen z.B. der Königspalast (Torre del Palau) und ein paar Herrenhäuser (Torre de ses Puntes und Torre dels Enagistes). Manacor spielte eine wichtige Rolle im Mittelalter und zwar bei den sogenannten ‚sozialen Kämpfen‘. In diesen war Simó Tort, der aus Manacor stammte, einer der Vorkämpfer. Das Kloster Sant Vicenç Ferrer sowie die Entstehung von Fartàritx, bei dem es sich um ein Stadtviertel handelt, prägten die soziale und städtische Entwicklung. In Fartàritx standen viele der Windmühlen, welche das Stadtbild Manacors prägten. 1576 wurde das erwähnte Kloster durch den Dominikanerorden gegründet und anschließend begann die Errichtung der Barockkirche. Im Jahre 1835 fiel das Eigentum der Geistigen des Klosters dem Staat in die Hände, wodurch das Kloster zum Sitz der Gemeindeverwaltung sowie des Gerichtshofs wurde und noch heute ist. Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts lebten viele der Einwohner Manacors vom Textil- und Lebensmittelgeschäft. Eine noch größere Rolle spielten jedoch die Landwirtschaft und die Viehzucht. Nur allmählich entwickelte sich die Wirtschaft in Manacor zu dem was sie heute ist: Die Verarbeitung von Produkten der Landwirtschaft wurde immer wichtiger und immer mehr Industrien dieses Wirtschaftssektors siedelten sich an. Dadurch wurden auch die bereits erwähnten Windmühlen benötigt und anschließend errichtet. Seit dem späten 19. Jahrhundert spielt zudem die Perlen Manufaktur und die Möbelherstellung eine entscheidende Rolle in Manacor. Durch die erste Eisenbahnstrecke zwischen Inca und Manacor wurde die Stadt später zum östlichen Handels- und Industriezentrum Mallorcas. Diese Entwicklung veränderte zum einen die gesellschaftlichen Gewohnheiten, zum anderen aber auch das Stadtbild, welches zusätzlich vom Tourismus, der in den 1960er Jahren einen Aufschwung erlebte, geprägt wurde. Im Spanischen Bürgerkrieg bzw. in der Schlacht um Mallorca wurde Manacor zum Hauptquartier des italienischen Faschistenführers Conde Rossi ernannt. Die von diesem geführte Einheit, welche den Namen „Drachen des Todes“ trug, spielte eine entscheidende Rolle während des Krieges: Sie verdrängte die Republikaner und im Anschluss daran machte sich Conde Rossi für etliche Gefangenenhinrichtungen verantwortlich.

Top 5 Reisetipps für Manacor 

Der Turm Torre dels Enagistes, ein Herrenhaus und Schutzbau aus dem 14. Jahrhundert, welcher nach der katalanischen Eroberung errichtet wurde, beherbergt heutzutage das Historische Museum von Manacor. Dort kann der Besucher eine Ausstellung der Völkerkunde und der Archäologie bestaunen. Zudem ist der Eintritt frei.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Siedlung S’Hospitalet Vell, welche aus dem Jahr 1800 bis 1500 v. Chr. stammt und bei der es sich um eine Talaiotsiedlung handelt. Besonders ins Auge zu fassen ist dabei der Talayot: Ein Turm, der einen quadratischen Grundriss aufweist und von dem noch heute die mittelländische Säule sowie die Bedachung aus riesigen Steinplatten besteht.

Sa Rotana

Restaurants

Sa Rotana

„Ein verstecktes Paradies mitten in der Natur” – so beschreibt das Reserva Rotana Private Golf & Wine Resort sich selbst.

Ein weiteres Muss, wenn Sie in Manacor sind, ist der Besuch der frühchristlichen Kirche Son Peretó. Diese befindet sich an der Landstraße, die von Palma de Mallorca nach Artà führt. Die Kirche wurde im 15. Jahrhundert erbaut und besteht aus einer Kapelle sowie aus einer Taufkirche, die zwei Taufbecken beherbergt.

Zudem sind die Höhlensysteme Coves del Drac und Coves dels Hams bei Porto Cristo einen Besuch wert. Der Martelsee, der sich in der Coves del Drac befindet, gehört zu den größten unterirdischen Seen auf der Welt. Hier finden jeden Tag Konzerte klassischer Musik statt.

Außerdem lohnt es sich in Manacor den Obst- und Gemüsemarkt auf dem Plaça Constitució zu besuchen. Dieser findet an jedem Vormittag innerhalb der Woche statt. Interessant ist zudem der Wochenmarkt auf dem Plaça Ramon Llull, welcher jeden Montagvormittag seine Türen öffnet.

Sport und Freizeit in Manacor 

Neben den üblichen Aktivitäten wie Schwimmen, Tauchen, Fahrradfahren oder Wandern, welche in oder zumindest in der unmittelbaren Nähe von Manacor unternommen werden können, bietet Ihnen der Ort unregelmäßig eine ganz besondere Möglichkeit: Während es regelmäßig ausgetragene Stierkämpfe nur noch in Palma de Mallorca gibt, verfügt Manacor neben drei weiteren Orten auf Mallorca über eine Arena, hinter deren Mauern Stierkämpfe zu besonderen Anlässen ausgetragen werden. Sollten Sie sich zu diesem Zeitpunkt im Ort befinden, empfiehlt es sich diese einzigartige Chance wahrzunehmen - sie sollten sich dieses kulturelle Ereignis keinesfalls entgehen lassen!

Vall d'Or Golf

Golfplätze

Vall d'Or Golf

Schnelle Grüns, schmale Fairways, gepaart mit einer grandiosen Aussicht: Das ist der Golfplatz Vall d´Or Golf. Er befindet sich nahe der Ortschaft S´Horta an der Ostküste Mallorcas und wurde 1985 eröffnet. Berühmt ist der 18-Loch-Kurs für sein Loch 3, das zu den schönsten der gesamten Insel zählt.

Top-Restaurants in Manacor 

Es gibt etliche Restaurants und Lokale in Manacor. Eines davon ist das Ca’n Guixa – El Norte. Hier können Sie spanische Delikatessen wie Meeresfrüchte oder Tapas verköstigen und der Service gilt als exzellent. Mindestens genauso gut ist das Ca’s Basko, in dem es spanische Küche gibt und welches mit dem ‚Zertifikat für Exzellenz 2014‘ ausgezeichnet ist. Neben den unzähligen Restaurants, die spanisches Essen servieren, gibt es außerdem viele Lokale, die z.B. indische oder italienische Gerichte anbieten. Sie sollten möglichst viele der Restaurants ausprobieren, denn jedes überzeugt auf seine eigene Art.  

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