Am Dienstag hat das Parlament in Palma über die Touristensteuer entschieden: sie wird eingeführt. Vorweg gibt es zu sagen, dass Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren von der Abgabe befreit sind. Die Touristensteuer soll von den Hotelbetreibern bei Ankunft oder Abreise des Urlaubers in Rechnung gestellt und anschließend an das Finanzamt abgeführt werden.
Wie hoch die Touristensteuer wird, hängt von der Art der Unterkunft ab. Sie werden zwischen 0,25 Euro und 2 Euro pro Nacht zahlen müssen.
Der Höchstsatz gilt bei Hotels mit fünf Sternen sowie für Vier-Sterne-Plus-Hotels. Auch Apartments der 4-Schlüssel-Kategorie fallen darunter. Der Höchstsatz der Touristensteuer beträgt 2 Euro pro Nacht und pro Person und gilt von Anfang bei bis Ende Oktober – in der Hochsaison.
In der Nebensaison, also von Anfang November bis Ende April, reduziert sich die Touristensteuer auf die Hälfte. Sie zahlen also einen Euro pro Nacht und pro Person – vorausgesetzt Sie befinden sich in einem Fünf-Sterne oder Vier-Sterne-Plus-Hotel.
Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Sie den Mindestsatz von 0,25 Euro pro Nacht zahlen müssen, wenn Sie in der Nebensaison in Pensionen, Berghütten, Herbergen oder Campingplätzen auf Mallorca übernachten.
Wer in einem privat gemieteten Objekt (private Wohnungen oder Häuser) nächtigt, zahlt einen Betrag der zwischen dem Höchst- und dem Mindestsatz liegt: er muss eine Abgabe von einem Euro pro Nacht in der Hochsaison zahlen. In der Nebensaison ist es Hälfte: 0,50 Euro pro Nacht.
Wer als Kreuzfahrtpassagier unterwegs ist, der zahlt dasselbe wie die Mieter eines privaten Objekts.
Im Prinzip zahlen Sie als Urlauber – an den Hotelbetreiber, an den Vermieter der Privatunterkunft, … - die Touristensteuer.
Allerdings muss die Zahlung laut Gesetzt „zu einem beliebigen Zeitpunkt während des Aufenthalts“ erfolgen. Und wie die Betreiber der Unterkünfte das handhaben, ist ihnen selbst überlassen.
Ob die Veranstalter die Touristensteuer in Zukunft mit in den Preis des Pauschalurlaubes mit einberechnen, weiß noch niemand. Allerdings ist eines ganz sicher: Mallorca wird teurer werden und gerade Urlauber mit eher geringem Budget, wie Familien, werden sich am meisten ärgern.
Im Grunde genommen: alle. Die Balearenregierung erhofft sich durch die Touristensteuer Steuereinnahmen von 50 bis 80 Millionen im Jahr. Damit soll das Angebot für alle Urlauber verbessert werden, auch der Massentourismus soll mit dem Geld umweltverträglicher gemacht werden. So tragen die Besucher dazu bei, das Paradies der Balearen zu erhalten.
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