Colònia de Sant Jordi

An der Südostküste der Insel Mallorca, auf dem Gemeindegebiet Ses Salines, liegt die Feriensiedlung Colònia de Sant Jordi. Der ehemals beschauliche Fischerort entwickelte sich dank seiner direkten Nähe zu den beliebten Stränden Es Trenc, Es Dolç, Es Carbó und Ses Roquetes zu einem gut besuchten Ferienort mit zahlreichen Hotelanlagen und einer gut ausgebauten touristischen Infrastruktur. Mit seinen knapp 3000 Einwohnern gilt Colònia de Sant Jordi inzwischen als die größte Ortschaft der Gemeinde Ses Salines.

Unmittelbar nordöstlich der Siedlung erstreckt sich der kilometerlange Naturstrand Es Trenc, in westlicher Richtung können die Urlaubsgäste auch auf die Strände Platja des Dolc und Platja des Carbo ausweichen. Direkt am hübschen Hafen des Orts liegt der recht kleine Strand Platja de es Port. Zwischen den Stränden verkehrt eine kleine Bummelbahn, die die Strandurlauber zu den Badebuchten befördert. Entlang der gesamten Küstenlinie von Colònia de Sant Jordi führt eine Promenade, gesäumt von zahlreichen Aussichtsbänken. Von hier aus lässt sich bei guten Wetterverhältnissen in der Ferne die Inselgruppe von Cabrera entdecken.

Geschichte von Colònia de Sant Jordi

Der Name der Gemeinde Ses Salines deutet auf die noch heute zur Salzgewinnung aus Meerwasser genutzten Salinen hin, sie zählen zu den ältesten Salinen Mallorcas. Punische Händler begründeten mit den Salines de Sant Jordi die lokale Salzgewinnung, später war die Technik auch den Römern, Byzantinern, Arabern und Christen bekannt. Auf die große Bedeutung der Salinen für die lokale Bevölkerung deuten das Festungswerk S´Estany aus dem 15. sowie der Aussichtsturm S´Acall aus dem 14. Jahrhundert in direkter Nachbarschaft hin.

Doch der Ursprung von Colònia de Sant Jordin reicht noch tiefer in die Vergangenheit zurück. Rings um den Ort fand man Talaiots und Megalithdenkmäler, sehenswert sind zudem die Überreste der frühgeschichtlichen Siedlung Talaia Joana und die Talaiots von Na Mera, Es Mitjá Gran sowie Els Antigors.

Colonie de Sant Jordi

Häfen

Colonie de Sant Jordi

Die „Kolonie des Heiligen Georgs“ ist ein kleiner Küsten- und ehemaliger Fischerort in der Gemeinde Ses Salines im Süden Mallorcas. Nicht nur die nahe gelegenen Salinen sorgen stets für frequentierte Besucherzahlen, auch die Hafenanlage ist für viele ein Grund zum Verweilen.

Top5 Reisetipps für Colònia de Sant Jordi

2008 eröffnete in Colònia de Sant Jordi ein Besucherzentrum, das über den südlich der Baleareninsel gelegenen Archipel von Cabrera informiert. Das auffällige Gebäude ist im Stil eines frühzeitlichen Taialot-Turms gehalten und befindet sich in der Nähe des Hafens. Im Untergeschoss des Zentrums erwartet die Besucher ein riesiges Aquarium, in dem die Unterwasserwelt der mallorquinischen Küste zu entdecken ist. 17 weitere liebevoll gestaltete Schaubecken bilden den Lebensraum der lokalen Fischarten ab. Über einen Aufzug führt der Weg weiter in einen Studioraum, der mittels hydraulischer Sitzreihen, Lichteffekten, Ventilatoren und künstlichen Regen die Insel Cabrera ganz direkt erlebbar macht. Über die große Dachterrasse des imposanten Gebäudes eröffnet sich den Besuchern schließlich ein malerischer Blick auf die Insel Cabrera. Das Zentrum hat täglich geöffnet, der Eintritt ist frei.

Wer im Besucherzentrum Lust auf einen Besuch der beinahe unbewohnten Nachbarinsel Cabrera bekommen hat, kann diese mit einem der Ausflugsboote, den Golondrinas, von Colònia de Sant Jordi aus direkt ansteuern. Die Überfahrt dauert etwa 30 Minuten. Gerade einmal knappe 15 Kilometer südlich von Mallorca liegt der Archipel von Cabrera, er besteht aus insgesamt 17 Inseln. Namensgebend ist die mit 16 Quadratkilometern ungewöhnlich kleine Insel Cabrera. Auf der Insel gibt es die Überreste eines Festungsturms aus dem 14. Jahrhundert zu sehen, er wurde zum Schutz vor Piratenüberfällen in Es Port errichtet. Hier befindet sich außerdem eine kleine Bar, die neben Erfrischungen und Snacks auch das einzige Telefon der Insel anbietet. Daneben beherbergt Cabrera ein 1847 errichtetes Denkmal zur Erinnerung an die französischen Kriegsgefangenen von 1809 bis 1814, einen Seemannsfriedhof, den Leuchtturm auf dem Punta de Anciola sowie ein Museum zur Geschichte der Insel. Während der Rückfahrt nach Mallorca steuern die Ausflugsboote außerdem die nur über das Meer zugängliche Grotte Cova Blava an.

Das Cap de Ses Salines markiert den südlichsten Punkt der gesamten Insel Mallorca. Während es am Kap selbst keine Sehenswürdigkeiten zu bestaunen gibt, ist ein Besuch der Landmarke für naturliebende Reisende sehr zu empfehlen. Von hier aus bietet sich bei klarem Wetter eine freie Aussicht auf die Nachbarinsel Cabrera im Süden. Die kaum bebaute und größtenteils naturbelassene Landschaft lässt sich bei einer kleinen Wanderung bestens erkunden, gerade in den Frühlingsmonaten ist die Gegend um das Kap sehr reizvoll. Der nahe gelegene Platja des Caragol gilt als einer der schönsten Strände der ganzen Baleareninsel, trotzdem besuchen den Strand nur sehr wenige Touristen. Dies mag mit dem Umstand zusammenhängen, dass sich die Bucht nicht mit dem Auto erreichen lässt. Einzig ein etwa halbstündiger Fußweg vom Cap de Ses Salines aus führt an das Kleinod fernab der Besucherströme.

Etwas nordwestlich des Cap de ses Salines befindet sich das kleine Städtchen Sa Rápita. Für mallorquinische Verhältnisse geht es hier sehr gemächlich zu, was an den fehlenden Hotelanlagen und Touristenströmen liegen mag. Die Ortschaft verfügt über einen hübschen Yachthafen an der Punta de C´an Barbut und einen gepflegten Strand. Vor den Toren von Sa Rápita erstrecken sich außerdem die Badebuchten Platja Rápita und Platja Ses Covetes.

Es Pinaret

Restaurants

Es Pinaret

Im Süden der Insel finden Freunde des guten Geschmacks etwas ganz Feines, die Karte des Restaurants wechselt regelmäßig.

Schon die alten Römer nutzten die Salines de Llevant, die auch unter dem Namen Salines d´es Trenc bekant sind, zur Salzgewinnung aus dem Meerwasser. An der Technik hat sich über die Jahrtausende kaum etwas geändert: Auf einer Gesamtfläche von über einhundert Hektar werden durch die Verdunstung des Wassers jährlich etwa 8000 Tonnen Salz gewonnen. Das auf diese traditionelle Art erwirtschaftete Salz gilt als besonders qualitativ und ist sowohl auf den Märkten der Region, in Supermärkten als auch in dem kleinen, den Salinen angeschlossenen, Direktverkauf erhältlich. Rund um die abgezäunten und schwerzugänglichen Salzteiche hat sich eine einzigartige Flora und Fauna angesiedelt.

Sport und Freizeit in Colònia de Sant Jordi

Von Mai bis Oktober vermietet der Bootsverleih Colònia de Sant Jordi am Hafen von Colònia de Sant Jordi Motorboote verschiedener Größen. Hinter das Steuer vieler einfach zu bedienender Boote kommen auch Urlaubsgäste ohne Bootsführerschein. Mit den wendigen Gefährten lassen sich vom Meer aus neue Buchten und Strände entdecken, außerdem eröffnet sich ein ganz neuer Blick auf die Baleareninsel.

Mallorcas Küsten bergen faszinierende Wasserwelten, die sich mit Hilfe des Teams von Pacos Diving Center erkunden lassen. Direkt am Strand von Cala Santanyí befindet sich die Tauchbasis – das ist ideal für Anfänger, die vor ihren Türen in Tiefen von drei bis zehn Metern erste Erfahrungen sammeln können. Fortgeschrittenere Taucher bringt das 400 PS starke Tauchboot auf das offene Meer. An 25 ausgewählten Tauchplätzen bietet sich eine freie Sicht von bis zu 40 Metern. Neben dem Verleih von Taucherausrüstungen bietet die Basis auch eine Ausbildung nach PADI an.

Top-Restaurants in Colònia de Sant Jordi

Authentisch mallorquinische Gerichte zaubert das Restaurant Sa Pamboleria auf die Teller seiner Gäste. Auf der großen Außenterrasse oder in dem gemütlichen Ambiente der Innenräume lassen sich die mit viel Liebe zubereiteten Speisen richtig genießen. Spezialität der Küche ist das inseltypische Pa Amb Oli, ein Brot, das mit Tomaten eingerieben wird und mit Öl bestrichen ist.

Vall d'Or Golf

Golfplätze

Vall d'Or Golf

Schnelle Grüns, schmale Fairways, gepaart mit einer grandiosen Aussicht: Das ist der Golfplatz Vall d´Or Golf. Er befindet sich nahe der Ortschaft S´Horta an der Ostküste Mallorcas und wurde 1985 eröffnet. Berühmt ist der 18-Loch-Kurs für sein Loch 3, das zu den schönsten der gesamten Insel zählt.

Für tolle Live-Musik in entspannter Atmosphäre ist das Es Punt in Colònia de Sant Jordi bekannt. Zu den Klängen von Blues und Rock serviert die Bar leckere Cocktails und andere Spirituosen.

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