Die überdurchschnittlichen Touristenzahlen haben in dieser Sommersaison immer wieder für Diskussionen gesorgt, Urlauber beschwerten sich häufiger über die überfüllten Strände – deshalb soll Mallorca jetzt zum Winterdomizil werden. Nur: Wie kann eine Umverteilung gelingen?

Im Juli dieses Jahres zählte man etwa 1,7 Millionen Besucher auf der Insel. Vor fünf Jahren waren es noch 300.000 weniger. Auch im Vorjahresvergleich hebt sich die Sommersaison 2015 deutlich von den Rekorden ab, die bereits 2014 Rekorde aufstellten und die Tendenz ist steigend. An dieser Stelle warnen einige Politiker jedoch bereits, dass eine dauerhafte Überbelastung der Kapazitäten Einfluss auf den Qualitätstourismus haben könnte, der Standard also deutlich heruntergesetzt werden könnte. Für 2016 haben die Hotelverbände bereits optimistisch ihre Meinungen geäußert – man stelle sich zur Hauptsaison erneut auf volle Betten ein.
Im Winter hingegen sind die Hoteliers weniger optimistisch: Leere Betten führen dazu, dass in den Wintermonaten viele Hotels gar nicht geöffnet haben. Konkret lässt sich dies an den Zahlen des letzten Jahres aufzeigen: Noch im Sommermonat August 2014 kamen 1,7 Millionen Urlauber auf die Insel – im Dezember dann waren es gerade einmal 122.000 Urlauber. So extrem der Ansturm im Sommer, so extrem auch die Zahlenunterschiede zur Haupt- und Nebensaison.

Kühle Argumente

Aus diesem Grund möchte sich die neue linke Regierung der Balearen, Més per Mallorca, nun für einen Umschwung starkmachen, der die Insel als Reiseziel im Winter anpreisen soll. Der Tourismusminister Biel Barceló weist beispielsweise darauf hin, dass viele der angebotenen Sportarten wie Wandern, Radfahren, Kitesurfen und Tauchen auch im Winter ausgeübt werden können. Außerdem fänden das ganze Jahr über Festivitäten und besondere Märkte auf der Insel statt – sodass den Urlaubern, die im Winter auf die Insel kommen, nach wie vor ein breitgefächertes Angebot für Gestaltungsmöglichkeiten während ihres Mallorca-Aufenthaltes zur Verfügung steht. Außerdem lockt die Vorstellung einer deutlich ruhigeren Insel.

Keine Flüge, keine Gäste

Und dennoch: Es gibt weitere Faktoren, die die Umverteilung der Touristen erschweren – und mal abgesehen davon: Die Urlauber kommen im Sommer nach Mallorca, weil sie Sonne, Strand und Meer haben wollen, das soll sich mit einem Mal ändern? So sind es beispielsweise auch die ungünstigen Flugverbindungen, die für ein Ausbleiben von Inselgästen sorgen. Während der Wintermonate sind sie vergleichsweise hochpreisig, einige Airlines haben die Insel in ihren Winterflugplan gar nicht erst aufgenommen. Aus diesem Grund sollen nun Gespräche mit den Airlines aufgenommen werden – eine britische Billigflugairline kündigte bereits an, die Insel bereits ab Februar und nicht wie vorgesehen erst ab März anzufliegen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt – und welche Maßnahmen nun ergriffen werden, um die Saisonextreme in den Griff zu bekommen. Klar ist allerdings, dass etwas unternommen werden muss – wie, das wird sich zeigen.

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